Austausch mit Poitiers

Die beiden jungen Parlamente verbindet nicht nur die Städtepartnerschaft

Das KiJuPa Marburg und der Conseil des Jeunes aus Poitiers pflegen einen regen Austausch auf kultur-politischer Ebene. Nicht nur die Partnerschaft der Städte Marburg und Poitiers verbindet die beiden jungen Parlamente, sondern auch ihre eigene Entstehungsgeschichte. Denn die Idee, ein Kinder- und Jugendparlament in Marburg einzurichten, brachte der damalige Bürgermeister Marburgs Dr. Gerhard Pätzold von seinem Besuch in der französischen Partnerstadt 1993 mit.

austausch-poitiers-marburg

Der erste Kontakt im Jahr 2014

Im Jahr 2014 wurde der Kontakt aufgefrischt. Vertreter/innen des Conseil des Jeunes aus Poitiers kamen mit ihren Betreuer/innen zum 1. Hessischen Kinder- und Jugendkongress, der vom KiJuPa Marburg und dem KJP Marburg-Biedenkopf veranstaltet wurde, und zu dem Partizipationsprojekte aus ganz Hessen und Abgeordnete des Hessischen Landtags eingeladen wurden. Der erste Brückenschlag war getätigt!

 

Die kulturelle Bildungsfahrt nach Poitiers

Nun findet jedes Jahr im Herbst die vom Fachdienst Jugendförderung veranstaltete kulturelle Bildungsfahrt nach Poitiers statt, bei der auch viele KiJuPaler dabei sind. Auch die Mitglieder des Conseil des Jeunes besuchen ihre Kolleg/innen in Marburg regelmäßig. Gemeinsam diskutieren sie über Möglichkeiten der Partizipation von Kindern und Jugendlichen in ihren Städten, über soziale Gerechtigkeit zwischen privilegierten und benachteiligten Kindern, über Kinderrechte und demokratisches Handeln.

 

Geteilte Vision von politischer Beteiligung auf Kinder- und Jugendlichenebene

Die Mitglieder des Conseil des Jeunes und des KiJuPa verstanden sich trotz anfänglicher Sprachbarrieren sehr gut. Bei geteilten Visionen von politischer Beteiligung durch Kinder und Jugendliche, der Mitgestaltung des Stadtbildes und des Lebens von Demokratie auf lokaler Ebene braucht es manchmal keine großen Worte. Allemal braucht es allerdings Taten…

 

…und diese werden gemeinsam überlegt und konkret umgesetzt. Beispielsweise leisteten die jungen Parlamentarier einen eigenen Beitrag zum 55-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft: Jedes Parlament baute und gestaltete eine meterhohe „5“ in zweifacher Ausführung, sodass jeweils eine ausgetauscht werden konnte. Jede Stadt hat somit eine „55“ als Skulptur, die feierlich aufgestellt wird.

 

Die jungen Politiker aus den beiden Parlamenten leben deutsch-französische Freundschaft. Sie tauschen Kontakte aus und so haben sich mitunter enge Bekanntschaften entwickelt.

 

Der Empfang im Rathaus